{"id":3676,"date":"2024-05-29T00:06:52","date_gmt":"2024-05-28T23:06:52","guid":{"rendered":"https:\/\/walldorf.gruene-kurpfalz-hardt.de\/?p=3676"},"modified":"2024-05-29T00:06:52","modified_gmt":"2024-05-28T23:06:52","slug":"blueten-bienen-und-baeume-imker-guenther-martin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/?p=3676","title":{"rendered":"Bl\u00fcten, Bienen und B\u00e4ume \u2013 Imker G\u00fcnther Martin"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem Imker G\u00fcnther Martin als Referenten gab es bei der gut besuchten Info-Veranstaltung des gr\u00fcnen Ortsverbandes eine F\u00fclle von Informationen \u00fcber Bienen und reichlich Gelegenheit f\u00fcr Diskussionen \u00fcber den Einsatz von Insektiziden, Bew\u00e4sserungsma\u00dfnahmen oder auch die Waldnutzung. Der Gr\u00fcne Gemeinde- und Kreisrat aus Ketsch hat seit 35 Jahren Bienen und hat seine Ausbildung zum Imker und Sch\u00e4fer an der Universit\u00e4t Hohenheim abgeschlossen. Eines seiner zahlreichen Bienenv\u00f6lker hatte er Tage vorher im Kreisel, Kieselweg\/St.Ilgener-Stra\u00dfe aufgestellt. Bienenv\u00f6lker kann man nachts oder bei Regen an einen anderen Standort bringen, denn da bleiben sie im Bienenstock.<\/p>\n\n\n\n<p>Honigernte ab Ende Mai<\/p>\n\n\n\n<p>Ende Mai kann der erste Honig geerntet werden. Der \u201eFr\u00fchjahrbl\u00fctenhonig\u201c ist bereit, wenn die Bienen ihre Waben verdeckeln. Doch auch an den umgesetzten Waben ist schon Honig zu erkennen. Als Martin mit einem Werkzeug Druck auf die Wabe gibt, sehe ich den Honig bereits hervorblitzen. Die zweite Honigernte findet im Juli statt, hier bekommt man Sommerhonig, die dritte und letzte wird Anfang August get\u00e4tigt. Die Augusternte ergibt Waldbl\u00fctenhonig, da in W\u00e4ldern meistens bis zuletzt noch Blumen mit Nektar vorhanden sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Auswirkungen des Klimawandels<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBienen brauchen Blumen und Bl\u00fcten\u201c, erz\u00e4hlt G\u00fcnther Martin. Auch der Klimawandel hat Auswirkungen. Wenn es im Sommer zu hei\u00df wird, vertrocknen die Blumen, dann wird es auch f\u00fcr die Tiere schwieriger. Deswegen achten Imker darauf, in den K\u00e4sten immer genug Honig zur\u00fcckzulassen, sodass die Bienen einen Speicher haben<\/p>\n\n\n\n<p>Ab Anfang Juli sieht es meist schlecht aus f\u00fcr die Nektarsammlerinnen, dann ist fast alles verbl\u00fcht und die Bienen m\u00fcssen weite Strecken zur\u00fccklegen, um Nahrung zu finden. Dieses Jahr sogar schon im Juni, denn die Linden, die als letztes bl\u00fchen, stehen schon in voller Bl\u00fcte. Im Herbst sind Fassadenbegr\u00fcnungen mit Efeu noch einmal eine Bienenweide. Hier k\u00f6nnen die Tiere Nahrung f\u00fcr den Winter sammeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel abh\u00e4ngiger von einzelnen Pflanzenarten sind die Wildbienen. Sie ern\u00e4hren sich oft nur von einer bestimmten Pflanzenart und wenn diese verschwindet, verschwinden auch die kleinen Schwestern der Honigbienen. Sie tragen Namen wie Seiden- und Zottelbiene oder auch Rainfarn-Maskenbiene. Diese wurde gerade zur Wildbiene des Jahres gek\u00fcrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Bienenstock, der zeitweise von Ketsch nach Walldorf umgezogen war, erl\u00e4uterte G\u00fcnther Martin das Innere eines Stocks. Dass die Bienen heute so \u201ebrav\u201c sind, dass wir Menschen ohne Schutzkleidung nahe an die Bienenst\u00f6cke herank\u00f6nnen, ist eine Folge der Zucht auf Friedsamkeit. Dass diese Tiere sich weniger zur Wehr setzen, beg\u00fcnstigt aber auch die Verbreitung von Sch\u00e4dlingen wie der Varroa-Milbe. Als Folge m\u00fcssen die Imker Ameisen- und Oxals\u00e4ure zur Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung einsetzen, was durch starken Befall geschw\u00e4chte Bienen nicht \u00fcberleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sind Wetter und Nahrungsangebot gut, erwirtschaftet ein Volk bis zu 25 kg Honig im Jahr. Daf\u00fcr fliegen die Tiere bis zu zwei Kilometer weit und das viele Male t\u00e4glich. Auch um Wasser zu holen. Deshalb sollte man im eigenen Garten auch an kleine Wasserstellen f\u00fcr die Tiere denken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/walldorf.gruene-kurpfalz-hardt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Imker-Guenther-Martin-800x1067.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3678\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Dass wir dann im Sommer und Herbst Obst oder auch Raps ernten k\u00f6nnen, verdanken wir allein den Bienen, Wildbienen, Hummeln und anderen Best\u00e4ubern. Denn 80 % der Bl\u00fctenpflanzen sind auf die flei\u00dfigen Best\u00e4uber angewiesen. Ohne Bienen, die anderen Insekten sind dabei gar nicht mitgerechnet, w\u00fcrde der Ertrag bei \u00c4pfeln um 60%, bei Birnen sogar um fast 90 % zur\u00fcck gehen, so eine Berechnung des Deutschen Imkerbundes.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Grund mehr die kleinen Tiere zu sch\u00fctzen. \u201eJeder sollte in seinem Garten und auf seiner Fensterbank eine Pflanze haben, die bl\u00fcht. Am besten mehrere,\u201c so G\u00fcnther Martin auf die Frage, was f\u00fcr Bienen getan werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss konnten die Teilnehmer*Innen noch den von Martin produzierten Honig testen. Schmeckt hervorragend war ohne Ausnahme zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/walldorf.gruene-kurpfalz-hardt.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/K1600_G-24_b-2-800x578.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3495\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bericht: Wilfried Weisbrod<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Imker G\u00fcnther Martin als Referenten gab es bei der gut besuchten Info-Veranstaltung des gr\u00fcnen Ortsverbandes eine F\u00fclle von Informationen \u00fcber Bienen und reichlich Gelegenheit f\u00fcr Diskussionen \u00fcber den&#8230; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3677,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,23,24],"tags":[],"class_list":["post-3676","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ortsverband","category-umwelt-natur","category-veranstaltung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3676","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3676"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3676\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3677"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3676"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3676"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/walldorf.gruene-hardt.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3676"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}